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Geschichtliches zum Innenweltbild |
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Der Artikel in dieser Tabelle stammt von Prof. Roman U. Sexl, Seite
241 bis Seite 285
Professor Sexl hat die Hohlwelttheorie als
Anschauungsbeispiel verwendet. |
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| Diesen Vortrag hielt Prof. Roman U. Sexl auch auf der Hauptversammlung des Deutschen Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts 1983 in Tübingen | |||||||||||||||||||||
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Auszug aus Physik Theorie Experiment Geschichte Didaktik Festschrift für Prof. Dr. phil. nat. Wilfried Kuhn Direktor des Instituts für Didaktik der Physik der Justus- Liebig- Universität Gießen zum 60. Geburtstag am 6. Mai 1983 Herausgegeben von Arthur Scharmann und Herbert Schramm Aulis Verlag Deubner & Co KG Köln |
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Roman U. Sexl
Die Hohlwelttheorie ist eine physikalische Theorie, die im 19. Jahrhundert in den USA und im 20. Jahrhundert unter anderem auch in Deutschland vertreten wurde. Ihr zufolge ist die Erde eine Hohlkugel, in deren Innerem wir leben und wo auch Sterne, Sonne und Mond sich befinden. Diese Theorie klingt zunächst völlig unsinnig, und man glaubt, sie mit wenigen kurzen Argumenten widerlegen zu können. Es zeigt sich aber bald, dass noch so detaillierte Überlegungen auf Schwierigkeiten stoßen und eine experimentelle Widerlegung dieser Theorie bei Voraussetzung geeigneter Grundgesetze der Physik überhaupt prinzipiell unmöglich ist. Damit öffnen sich interessante Aspekte bezüglich der Querverbindung zwischen Physik und Philosophie, der Frage der Korrektheit des physikalischen Weltbildes sowie der Beweisbarkeit von Theorien durch Experimente. 1. Der Zauber der Hohlwelt. Eines der schönsten Motive für die Beschäftigung mit der Physik liegt in der Verquickung exakter mathematischer Darstellung mit tiefen philosophischen Fragen, mit Fragen nach Ursprung, Geschichte, Gestalt und Schicksal des Universums. In der Kosmologie wird die Trennung (1.)zwischen den "Zwei Kulturen", die C. P. Snow beschreibt aufgehoben, oder den "zwei Geistesverfassungen", die Robert Musil in seinem "Mann ohne Eigenschaften" folgendermaßen charakterisierte: (2.) "Es gibt also in Wirklichkeit zwei Geistesverfassungen, die einander nicht nur bekämpfen, sondern die gewöhnlich, was schlimmer ist, nebeneinander bestehen, ohne ein Wort zu wechseln, außer dass sie sich gegenseitig versichern, sie seien beide wünschenswert, jede auf ihrem Platz. Die eine begnügt sich damit, genau zu sein und hält sich an die Tatsachen; die andere begnügt sich nicht damit, sondern schaut immer auf das Ganze und leitet ihre Erkenntnisse von so genannten ewigen und großen Wahrheiten her. Die eine gewinnt dabei an Erfolg, und die andere an Umfang und Würde. Es ist klar, dass ein Pessimist auch sagen könnte, die Ergebnisse der einen seien nichts wert und die der anderen nicht wahr. Denn was fangt man am jüngsten Tag, wenn die menschlichen Werke gewogen werden, mit drei Abhandlungen über die Ameisensäure an, und wenn es ihrer dreißig wären?! Andererseits, was weiß man vom jüngsten Tag, wenn man nicht einmal weiß, was alles bis dahin aus der Ameisensäure werden kann?!" Die Verbindung exakter mathematischer und experimenteller Analyse mit erkenntnistheoretischen, wissenschaftstheoretischen, philosophischen, historischen, humorvollen und wesentlichen Betrachtungen dieser Welt tun Not, wenn die Physik sich dem Lernenden nicht als Wissenschaft darstellen soll, aus der in "bemerkenswerter Weise nichts hervorgeht", wie Musik das erste Kapitel seines Buches benennt. Wie notwendig die Verquickung unterschiedlicher Welten für ein wirklich tief greifendes Verständnis der Physik ist, soll hier an einem der kuriosesten und auch bezauberndsten "alternativen Weltbilder", der Hohlwelttheorie, gezeigt werden (3.). Einer ihrer Ursprünge liegt in der amerikanischen Kleinstadt Utica im Staate New York. Dort veröffentlichte im Jahre 1870 der Homöopath Cyrus Reed Teed ein Büchlein unter dem Titel "The Illumination of Koresh: Marvellous
Experience of the great Alchemist in Utica, New York". In
einer nächtlichen Vision hat ihm eine schöne Frau ein neues Weltbild
geoffenbart:
Auch die Physik der Hohlwelt wurde von Teed ausführlich ausgearbeitet. In seinem Buch "The Cellular Cosmogony" behandelt er unter anderem optische Phänomene und zeigt, dass die scheinbare Kugelgestalt der Erde eine optische Täuschung ist. Er behandelt aber auch das Foucault Pendel, dessen Bewegung auf den Einfluss der Sonne zurückgeführt wird. Wie "Scientology" machte auch Teed aus seinem Weltbild eine Religion. Er zog zunächst predigend durch Chicago, wo er mehr als 4000 Anhänger fand. Später gründete er die Stadt Estero in Florida, wohin ihm nur mehr 200 seiner Getreuen folgten und sogar eine eigene Zeitschrift "The Flaming Sword" gründeten', die bis 1949 erschien. 1962 wurde schließlich in Estero der "Nationalpark zur Hohlwelt" begründet, wie die "Miami News" am 22. April berichten konnte. Während des dritten Reiches fasste die Hohlwelttheorie auch in Deutschland Fuß. Im Jahre 1938 konnte einer ihrer Hauptvertreter, Johannes Lang, sein Buch "Die Hohlwelttheorie" bereits in zweiter, "bedeutend vermehrter und verbesserter Auflage" vorlegen (4). Die Überschrift des ersten Kapitels "Ist das kopernikanische System bewiesen?" berührt sofort eine zentrale Frage, die sich auch von eminent wissenschaftstheoretischer Bedeutung erweist. Nicht überraschend ist die Antwort, die Lang findet: "Das heute allgemein als bewiesen eingenommene Kopernikanische Weltbild ist in Wirklichkeit in allen seinen Teilen völlig unbewiesen" (5.). Allerdings unterschieden sich zumindest damals die Lehrmeinungen, die diesbezüglich in verschiedenen Ländern vertreten waren: "In den höheren Lehranstalten der Schweiz wird dann auch gelehrt, dass das kopernikanische Weltbild zwar unbewiesen sei, aber keines Beweises bedürfe weil es als einziges Weltbild sämtliche Erscheinungen im Universum zwanglos einheitlich erklären könne.
2. Alternative Weltbilder und was man dagegen tut. Diese kurze Geschichte der Hohlwelttheorie dient mir seit Jahren als Einstieg zu einer Vorlesung über "Raum - Zeit - Materie". .In ihr wird die Hohlwelttheorie vorgestellt und erläutert, dass die Erde in ihrem Inneren Sonne, Mond, Planeten und Sterne bergen solle, wie dies aus den Schriften der Begründer der Theorie hervorgeht. Die Studenten werden nunmehr aufgefordert aufgrund ihrer Physikkenntnisse zu diesem alternativen Weltkuriosum Stellung zu nehmen. Die einheitliche Ablehnung wird bald durch einige immer wiederkehrende Einwände begründet. Zumeist werden folgende Probleme aufgeworfen: - Wie entstehen
Tag und Nacht?
Dies sind die wichtigsten der immer wiederkehrenden Einwände die in der Vorlesung anhand einer etwas abgewandelten Form der Hohlwelttheorie behandelt und widerlegt werden (9.). Soweit sich die Einwände auf die Ausbreitung des Lichtes und die Entstehung von Tag und Nacht beziehen, können sie durch den Hinweis auf eine Abbildung aus dem Buch von Lang leicht widerlegt werden (Abb. 2). Sie zeigt, dass sich Lichtstrahlen auf Kreisen ausbreiten, die stets durch den Erdmittelpunkt gehen. Dabei ist die Lichtgeschwindigkeit nicht etwa konstant, sondern nimmt gegen den Erdmittelpunkt hin quadratisch ab, so dass dieser Punkt der Welt vom Licht niemals erreicht wird.
Das Gesetz der Lichtausbreitung erklärt auch das Zustandekommen des Horizonts und lässt erkennen, wieso die Erde vom All gesehen als Vollkugel erscheint. Diese optische Täuschung ist ebenfalls auf die Gesetze der Lichtausbreitung zurückzuführen. , Unschwer lassen sich auch alle Fragen bezüglich der Bewegung von Körpern in der Hohlwelttheorie analysieren. Die Newton'schen Bewegungsgleichungen erweisen sich als nicht ganz korrekt. Vielmehr sollten diese Gleichungen lauten
wobei r = IxIf der Abstand des betrachteten Punktes vom Erdmittelpunkt ist und R = 6370 km den Erdradius angibt. Im Falle der Gravitation lautet der entsprechende Kraftausdruck für. das Schwerefeld der Erde beispielsweise (10.); F = (mMG/R4)rx (2) Natürlich ist nicht gleich einzusehen, dass die nunmehr neu aufgestellten "Lang'schen Bewegungsgleichungen" tatsächlich die Bahnen aller Himmelskörper korrekt wiedergeben und auch die Bewegung irdischer Objekte beschreiben können. Üblicherweise sind die Studierenden jedoch bereit hinzunehmen, dass die Berechnung der Bahnformen, die leicht mit Hilfe eines Computers durchgeführt werden kann, tatsächlich auf Ergebnisse führt, die mit den Beobachtungen übereinstimmen. Wie steht es aber nun mit Mondraketen? Der Mond sollte nach der Hohlwelttheorie nur rund 1 km groß sein und sich in etwa 120 km Entfernung von» Erdmittelpunkt befinden. Würde eine Mondrakete hier nicht überdimensional groß wirken, was im Widerspruch zu den Bildern steht, die von den Mondlandungen bekannt wurden? Hier ist zu berücksichtigen, dass in der Hohlwelttheorie alle Gegenstände schrumpfen, wenn sie sich dem Erdmittelpunkt nähern. Mathematisch wird diese Beziehung in dem Ausdruck L = L0(r²/R²) (3) zusammengefasst, in dem L die Größe des Objekts auf der Erdoberfläche bedeutet. Dieses Gesetz überrascht zunächst, doch gibt es ja auch In anderen Gebieten der Physik ähnliche Erscheinungen. So können sich Gegenstände beispielsweise auch durch Temperatureinfluss ausdehnen oder durch den Einfluss der Geschwindigkeit schrumpfen, wie die Relativitätstheorie lehrt. Jedenfalls vermag die bemerkenswerte Formel (3) nunmehr erklären, warum die Menschen auf dem Mond so klein wirken. Ihre Größe betrug auch bloß 3,4 cm. Glücklicherweise ist (3) ein reversibler Schrumpfungsprozess und bei der Rückkehr auf die Erde hatten die Astronauten wieder ihr gewohntes menschliches Format. l Nun klärt sich
auch die bedeutende Energieproduktion der Sonne, die wegen ihres geringen
Abstandes vom Erdmittelpunkt, rund 270 m, nur einen Durchmesser von rund
2,2 m aufweist. Auch die in der Sonne enthaltenen Atomkerne, Elektronen,
Lichtquanten, sind wegen (3) auf winzige Ausdehnungen geschrumpft. Damit sind einige typische und immer wiederkehrende Fragen beantwortet. Ein schwieriges Problem haben wir allerdings in unseren obigen Überlegungen noch vermieden: Was geschieht, wenn ein Anhänger der Vollwelttheorie versucht, ein Loch durch die Erde zu bohren und bei den Antipoden landet? Zunächst kann ein überzeugter Anhänger der Hohlwelttheorie hier antworten, dass dies eine metaphysische Frage ist, solange niemand das Experiment durchgeführt habe. Nach einigem Nachdenken könnte er aber auch innerhalb der Hohlwelttheorie eine Antwort finden: Falls das Experiment den Ausgang nimmt, den sein Gegner erwarte, dann wäre auch dies einfach zu erklären. Da Atome - in der Hohlwelttheorie - gegen den Erdmittelpunkt hin schrumpfen, dehnen sie sich beim Eindringen in die Erdschale immer mehr aus. Je tiefer man in die Erde eindringt, desto größere Atome findet man dort vor. Allerdings ist dies nicht direkt feststellbar, da ja auch der Bohrer, mit dem man eindringt, aus immer größeren Atomen besteht. Die Größenzunahme ist nach (3) so stark, dass der Bohrer bald ins Unendliche vorstoßen wird (11.). Dann aber ist die Hohlwelttheorie durch ein bemerkenswertes Symmetriegesetz zu ergänzen, das für alle Wellenfunktionen der Quantenmechanik (wenn man diese moderne Sprache verwenden will) in Kraft ist. .Es gilt nämlich
Der Bohrer, der in eine Richtung ins Unendliche vorstößt kehrt deshalb aus der Gegenrichtung wieder zurück und durchbricht bei den Antipoden wieder die Erdoberflache. Auch diese - "metaphysische" - Tatsache findet deshalb ihre überzeugende Erklärung. Etwa ein bis zwei Stunden dauert üblicherweise dieser Dialog, mit dem alle Einwände der Studenten gegen das neue Weltbild widerlegt werden können. Die Stimmung im Hörsaal schwankt zwischen Resignation und Empörung. Jahrelanges Physikstudium ermöglicht es nicht, eine derartig sinnlos erscheinende Behauptung wie die Hohlwelttheorie in wenigen Minuten aus empirischen Gründen auszuschließen. Alles was bisher als Beweis der kopernikanischen Theorie erschien, wird nunmehr zum Beweis der Hohlwelttheorie. Wenn es richtig ist, dass das übliche Weltbild der Physik experimentell bewiesen ist, so haben die gleichen Experimente nunmehr auch die Hohlwelttheorie bewiesen. Das empiristische Weltbild, das dem Studenten der Physik durch seine Arbeit in den Praktika und Laboratorien gleichsam in Fleisch und Blut übergegangen ist, gerät ins Wanken. Wenn Theorien auf Experimente aufgebaut sind und aus Experimenten folgen, so folgt aus den gleichen Experimenten plötzlich auch die Hohlwelttheorie. 3. Das dreistöckige Weltalt der Bibel. In Rauschenberg zu Mittelfranken erschien vor einigen Jahren ein Buch "Das dreistöckige Weltall der Bibel" von Fritz Braun (12.). Es versucht zu zeigen, dass sich alle Widersprüche zwischen einer wörtlichen Auslegung der Bibel und dem Weltbild der Naturwissenschaften durch die Hohlwelttheorie beseitigen lassen. Der Diplomphysiker Fritz Braun enthüllt auch das Mysterium der Hohlwelt: "Wie eine blitzartige Erleuchtung werden alle diese Fragen beantwortet und die Gegensätze verschwinden, wenn die so genannte "Transformation der reziproken Radien" verwendet wird. Durch diese Operation bringt ein Mathematiker den Raum außerhalb einer Kugel in Beziehung mit dem Raum darinnen. Wendet man diese Transformation auf das kopernikanische Weltbild an, dann erkennt man schlagartig eine Welt, die dem dreistöckigen Weltall der Bibel sogar in den feinsten Details entspricht. Die modellartigen Gesetze und Beziehungen, die von Kepler und Newton gefunden wurden, werden beibehalten. Die furchtbaren Abstände von Milliarden von Lichtjahren verschwinden ebenso wie die unendliche Leere und Sinnlosigkeit. Man erkennt den Himmel als den Thron Gottes im Zentrum des Universums! Durch diese Transformation werden die geraden Lichtstrahlen des kopernikanischen Weltbildes in gekrümmte Strahlen verwandelt. Dies erklärt die Tatsache, dass die kleine Fixsternkugel in der Mitte des Universums ernorm vergrößert erscheint, so dass sie als Himmelsgewölbe sichtbar wird. Die Lichtgeschwindigkeit, die nach der kopernikanischen Theorie im ganzen Universum konstant ist, wird nach der Transformation gegen den Mittelpunkt hin stark absinken. Dies erklärt beispielsweise warum ein Lichtstrahl von der Sonne zur Erdoberfläche ungefähr 8 Minuten braucht, auch wenn der Abstand nunmehr viel kleiner ist als in der Kopernikanischen Theorie. ..." Das Buch von Braun zeigt also des Rätsels Lösung. Um zu den Gesetzen (1,2,3) zu gelangen, ist es lediglich notwendig, in allen bekannten Gesetzen der Physik die Transformationen der inversen Radien rH*rK = R² (5) auszuführen, wobei r und r„ die Abstände vom Erdmittelpunkt in der Hohlwelt bzw. im Kopernikanischen Weltbild bedeutet. So kann ein Weltbild in das andere transformiert werden. Wenn das alte Weltbild experimentell unwiderlegbar ist, so gilt dies auch für das neue. Auch die Veränderung der Topologie, die durch die- Transformation (5) bewirkt wird, kann durch die Randbedingung (4), die wir hier für Wellenfunktionen formuliert haben, wieder korrigiert werden. Das Mysterium ist gelöst und die Hohlwelt erscheint nunmehr lediglich als eine mathematisch äquivalente Form des üblichen Weltbildes. Beide können ineinander transformiert werden. In der Vorlesung lehnt sich alles zufrieden in die Sitze zurück. Doch sogleich entsteht das nächste Problem: Das übliche Weltbild der Physik ist auf Experimenten aufgebaut. Die gleichen Experimente stützen nun auch die Hohlwelttheorie. Kein Physiker kann deshalb die Ansicht widerlegen, dass die Erde hohl ist und wir in ihrem Inneren leben. Wollen Sie diese Ansicht In Zukunft als gleichberechtigt unterrichten oder, wenn nein, warum nicht? Soll die Hohlwelttheorie zum neuen Schulstoff werden? Als alternatives Weltbild, das mit der Bibel in besserem Einklang steht, als unsere übliche physikalische Lehre? Grundprobleme der Wissenschaftstheorie werden für den Physikstudenten aktuell. An der Berufsehre gepackt stellen die Hörer eine Liste von Argumenten gegen die Hohlwelttheorie zusammen. 4. Das falsche Weltbild? Im Jahre 1962 erschien ein Bericht von Joachim Herrmann "Das falsche Wellbild", der "eine kritische Untersuchung über Astrologie, Welteislehre, Hohlwelttheorie, Bewohnbarkeit der Sonne, fliegende Untertassen und andere astronomische Irrlehren" enthält (13.). Herrmann meint:
Ja, eine Widerlegung im Sinne eines experimentellen Gegenbeweises, kann es, wie wir gesehen haben überhaupt nicht geben (oder er würde damit auch das übliche Weltbild widerlegen). Diese Problematik ist auch deshalb von Bedeutung, weil sie typisch für viele Auseinandersetzungen mit den "alternativen Weltbildern" ist, die von "Außenseitern der Wissenschaft" häufig vorgeschlagen werden (14.). Als Vorbemerkung sei zunächst festgehalten, dass die systematische mathematische Behandlung durch die Transformation der inversen Radien (5) nicht typisch für die Entstehung eines derartigen alternativen Weltbildes ist. Auch bei Johannes Lang findet sich beispielsweise keine derartige systematische Darstellung der Hohlwelt. Dies wäre einem Anhänger der neuen Lehre zumeist gar nicht willkommen, da sein Weltbild damit nur eine Umformulierung der "überholten Schulweisheit" wäre. Vielmehr werden experimentelle Beweise für die neuen Ansichten gesucht. Innerhalb der hier gegebenen "rationalen Rekonstruktion" alternativer Wellbilder stellt sich dies als unvollständige Transformation des Standardweltbildes dar. Die Transformationsgleichungen (5) werden nicht auf alle Phänomene angewendet, sondern es wird zumeist ein Teil der alten Physik unverändert übernommen. Ein Beispiel dafür bietet das "Segelexperiment" von Lang. Wie die Abbildung zeigt, fuhr ein Schiff auf das Meer hinaus dessen horizontal angebrachtes Segel auf der Oberseite weiß, unten grellrot angemalt war (Abb. 3).
Abb. 3: Das Segelexperiment. Nach 141, S. 32. Das Schiff fuhr aufs Meer und "der rote Segeltuchfleck wurde ,allmählich immer kleiner und das blendende Weiß der oberen Segeltuchfläche trat plötzlich in Erscheinung und nahm an Deutlichkeit immer mehr zu! Die beobachtender« Wissenschaftler machten verdutzte Mienen ..." (15.). Aber auch die Hohlwelttheoretiker sollten verdutzte Mienen machen, wenn das Experiment tatsächlich so ausgehen würde, denn wenig später (Abb. 4) findet sich in dem Buch eine Zeichnung (16.), die die Krümmung der Lichtstrahlen, die von der Hohlwelttheorie postuliert werden muss, deutlich macht. Während in der ersten Abbildung die Bahnen der Lichtstrahlen durch die Transformation (5) nicht erfasst wurden, sind sie nunmehr in der zweiten Abbildung miterfasst. Dies ist typisch
für die Situation die einem oft entgegentritt. Die Transformation
auf das neue Weltbild wird unvollständig durchgeführt und nach
Bedarf innerhalb der Gesamttheorie jeweils verändert. Gehl ein "experimenteller
Beweis" zu Ungunsten der neuen Theorie aus, so kann die unvollständige
Transformation an dieser Stelle ergänzt werden. Damit ergibt sich
eine höchst flexible Anpassung an neue empirische Befunde und ein
Versuch, den Anhänger der neuen Theorie aufgrund von Experimenten
zu widerlegen erweist sich als "transzendental" - was hier bedeuten mag,
dass er über das Maß jeder möglichen menschlichen Geduld
hinausgeht.
Abb. A: In der korrekt
transformierten Hohlweittheorie sollte der Beobachter genau wie üblich
die Unterseite des Segels sehen. Nun aber zurück zu den wissenschaftstheoretischen Einwänden gegen die Hohlwelt. Welche Einwände werden in der Vorlesung zumeist gegen das "falsche Weltbild" vorgebracht? Nachdem geklärt ist, dass es keine experimentellen Widerlegungen geben kann, werden als Gründe für den Vorzug des alten, kopernikanischen Wellbildes zumeist genannt: a) Einfachheit b) Anschaulichkeit c) Willkürfreiheit Zur Begründung
von a) wird angeführt, dass die Bewegungsgesetze (1.) in der Hohlwelttheorie,
weit komplizierter als die Newton'schen Gesetze sind. Von zwei Theorien,
die die gleichen Tatsachen erklären, sei jedoch die einfachere vorzuziehen.
Dieses Argument enthält sicher ein Körnchen Wahrheit, doch ist
es auch problematisch. Entspricht nicht ein 1 km großer Mond weit besser dem Eindruck des nächtlichen Sternenhimmels? Bezüglich der Willkürfreiheit wird argumentiert, dass man anstelle der Transformation (5) ebenso gut viele andere Transformationen setzen könnte, die Alternativen zu unserem Standardweltbild bieten. So könnte man eine Hohlmondtheorie konstruieren, oder auch eine Theorie mit flacher Erde. Könnte aber nicht ein Vertreter der Hohlwelttheorie umgekehrt meinen, dass das Kopernikanische Weltbild nur eine von vielen willkürlichen Umtransformationen der Hohlwelt sei? In diesen Argumenten und Antworten zeigt sich bereits die Unsicherheit, die den wissenschaftstheoretisch nicht geschulten Physiker befällt, wenn er sich auf Fragen einlässt, die die Grundlagen seines Gebietes betreffen, aber nicht einfach experimentell entschieden werden können. Es zeigt sich auch die Notwendigkeit einer wissenschaftstheoretischen und historischen Fundierung des Faches, die von Wilfried Kühn oft betont, auch in seinen Büchern zum Ausdruck kommt. Hier sei abschließend noch skizziert, wie man beispielsweise vom Standpunkt der Popper'schen Wissenschaftstheorie dem Probleme näher rücken kann und wie sich auch historisch interessante Parallelen zur Kontroverse Äthertheorie versus Relativitätstheorie ergeben. Popper betont als "Abgrenzungskriterium" wissenschaftlicher Theorien die Falsifizierbarkeit (17.). Wie unterscheiden sich Hohlwelttheorie und Kopernikanische Theorie in dieser Beziehung? Für den Hohlwelttheoretiker gehen in einem Experiment entscheidende Veränderungen vor sich, wenn es nicht auf der Erdoberfläche, sondern in einiger Höhe im Raum vollzogen wird. Beim Anheben der Experimentieranordnung verändert sich darin die Größe aller Atome, es ändert sich die Lichtgeschwindigkeit, Kräfte werden modifiziert und Strukturen verändert. Dennoch ergibt sich
- wunderbarerweise - bei allen Experimenten fern von der Erdoberfläche
das gleiche Ergebnis wie auf der Erdoberfläche selbst: Die Gravitationskonstante
weist den gleichen Wert auf, Elementarladungen und Massen und die in "naiven
Einheiten" gemessene Lichtgeschwindigkeit bleiben gleich. Dem "Kopernikaner" ist dagegen die Übereinstimmung der in verschiedenen Höhen gewonnenen Ergebnisse eine Selbstverständlichkeit. Ist doch in die Grundstruktur seiner Weltauffassung die Homogenität und Isotropie des Raumes, also die Invarianz gegen räumliche Verschiebungen und Drehungen, von Anfang an eingebaut. Jede Höhenabhängigkeit der experimentellen Ergebnisse wäre für ihn nicht nur ein überraschendes Resultat, sondern ein Ergebnis, das die Grundlagen seiner Theorie in Frage stellt. So ist seine Theorie weil einfacher zu falsifizieren als die Hohlwelttheorie, die keine Homogenität des Raumes kennt und daher auch jede nur mögliche Höhenabhängigkeit der experimentellen Ergebnisse zu akzeptieren in der Lage ist. Vom Standpunkt des Physikers können wir das Ergebnis noch anders sehen: Grundlegend für jede Theorie sind die in ihr enthaltenen Symmetriegruppen. Diese Symmetriegruppen ermöglichen es nämlich, Ergebnisse zu verknüpfen, die in verschiedenen Systemen, von verschiedenen Beobachtern oder zu verschiedenen Zeiten gewonnen wurden. Die zahlreichen Verknüpfungen, die sich aus der Gruppen-Struktur ergeben, gehören zu den wichtigsten Prognosen der Theorie. Diese Prognosen sind wegen ihrer Stringenz einer Falsifikation besonders leicht zugänglich. Vom Standpunkte Poppers her sind deshalb Theorien mit Invarianzgruppen anderen Theorien wegen ihrer Falsifizierbarkeit wesentlich überlegen. Ein lehrreiches Beispiel
für diese Überlegungen bietet die Geschichte der Relativitätstheorie. In den
Äthertheorien gab es zwar keinen ausgezeichneten Raumpunkt, aber eine
ausgezeichnete Geschwindigkeit, also ein ausgezeichnetes Bezugssystem, nämlich
jenes, in dem der Äther ruht. Inwieweit der Ätherwind, den eine Bewegung durch
den Äther hervorrufen sollte, die Versuchsergebnisse beeinflusste, war eine
Frage, die vor allem experimentell zu lösen war. Hier scheidet der Äther als Element der Theorienbildung aus und eine viel größere Symmetriegruppe, die Lorentzgruppe, charakterisiert den Aufbau der Theorie. Nunmehr folgt notwendig, dass ein Experiment die Bewegung der Erde durch den - nicht existenten -Äther bestimmen kann und es folgt ebenso notwendig, dass deshalb der Ausgang jedes Experimentes unabhängig von der Geschwindigkeit sein muss, mit dem sich das betrachtete Labor bewegt. Hier findet nunmehr der negative Ausgang aller Experimente, die sich die Bestimmung der Erdbewegung im Äther zum Ziel gesetzt haben," eine überzeugende Erklärung. Doch wäre ein positiver Ausgang der Experimente mit der Theorie völlig unverträglich und würde eine Falsifizierung ihrer Grundlagen bedeuten. Daher ist die Relativitätstheorie der Äthertheorie von einem wissenschaftstheoretischen Standpunkt her überlegen. Dies ist zumindest ein möglicher Standpunkt, der die "Theoriendynamik" also die historische Ablösung unterschiedlicher physikalischer Theorien, in diesem Falle zu beschreiben vermag (18.). Ganz analog stellt
sich nun die Hohlwelttheorie dar: In ihr gibt es einen ausgezeichneten
Raumpunkt, der jede räumliche Symmetriegruppe verhindert.
Diese historischen und wissenschaftstheoretischen Überlegungen haben wir hier nur am Beispiel der Popper'schen Philosophie dargelegt. In ähnlicher Weise lassen sich nun auch die Aussagen und Argumente anderer Wissenschaftstheoretiker auf die Hohlwelttheorie und ähnliche Fälle anwenden und durchexerzieren. Dabei steht immer das tief greifende emotionelle Ergebnis, das vielen Physikstudenten die empirische Unwiderlegbarkeit der Hohlwelttheorie bietet, als treibendes Motiv Weiterer Studien im Hintergrund. So zeigt sich wieder einmal, wie ein didaktisch geeignet gewählter Ausgangspunkt ein wesentliches und bestimmendes Motiv für die Auseinandersetzung mit neuen Gebieten und ungewohnten Argumenten sein kann. Physik, Didaktik, Geschichte und Wissenschaftstheorie verschmelzen dabei zu einer Einheit, die auch in den Schriften Wilfried Kuhns ihren Ausdruck findet. Anmerkungen
(Seite 258 Ende des Artikels) |
Diesen
Artikel neu übertragen 10.7.04Diese Kuppel fotografierte Herr Braun in Italien. Die untere Kuppel ist die Gesamtansicht. Man hat den Eindruck, dass sich das Geschehen im Erd-Innenelt-Kosmos abspielt. Der Erdboden sieht nach oben gewölbt aus. Der Himmel befindet sich im Erdinnern. Dies Deckengemälde spiegeln die Weltsicht im Mittelalter. |
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Jahr |
Titel oder Geschichtliches | Autor | Bezugsquelle |
| 1897 | Die klassische Erdmessung durch U. G. Morrow im Jahre 1897 | ||
| 1927 | Umwälzung! Das Weltbild der Zukunft | Karl Neupert | Fernleihe |
| 1928 | Unser Himmelsflug, Nachweis der Unmöglichkeit des kopernikanischen Weltsystems und Beweis des Erdewelt-Systems mit einem Vorwort von Professor Julius Hüther | Karl Neupert | Fernleihe |
| 1929 |
Er
hat sich bereits seit der Jahrhundertwende mit der Hohlkugel-Theorie befasst
(erste Veröffentlichung 1906, grundlegende 1929: "Umsturz des Weltalls") |
Karl E. Neupert, | Fernleihe |
| 1930 | Die Umwälzung, die Erde - das All, Verlag Karl Neupert | Karl Neupert | Fernleihe |
| 1938 | Hohlwelttheorie | Johannes Lang | Bücherliste |
| Nach 1940 | Kritik der Hohlwelttheorie, Verlag Schirmer Mahlau, Frankfurt am Main | P. A. Müller | Fernleihe |
| 1947 | Hinweis auf Valentin
Herz und Antonie Duran Navarro,
die beide das Innenweltbild vertreten |
Time Magazin
14. Juli 1947 |
|
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ohne
Jahres-
angabe |
Leben wir auf oder in der Erde, Hartmann Verlag Frankfurt am Main, ID-Nr. 42848000 | Walter Brenner Kruckenberg |
Fernleihe
Bibliothek Freiburg im Breisgau |
| 1960 |
Gründung des Vereins
Inclub durch P. A. Müller. Dieser Verein wurde im Jahre 1962 umbenannt in: |
||
| 1962 |
Gründung der Gesellschaft
für Erdweltforschung, Vorsitzender Helmut Diehl, Vizepräsident Johannes Lang |
||
| 1967 | Herr Diehl schreibt: Mein besonderer Dank gebührt meinem Förderer, Freund und Lehrer, dem Kosmologen, Mathematiker, Forscher und Schriftsteller Johannes Lang, geboren 09.06.1899 in Frankfurt/M. Oberrad, gestorben 23.02.1967 in Offenbach/M und all jenen großartigen Gelehrten, denen ich mein Wissen und Fortschreiten im selbständigen Denken verdanke. | ||
| 1975 |
Cellular
Cosmogony (First Edition 1898, New Edition 1905, reprinted 1975)
Teil 1:The Universology of Koreshanity Teil 2: The New Geodesy |
Cyrus
Reed Teed
(Teil 1) Professor U. G. Morrow (Teil2) |
Porcupine Press, Inc. 310 South Juniper Street Philadelphia Pennsylvania 19107-5818 U.S.A. |
| 1982 | Moongate, suppressed findings of the U.S. Spaceprogramm, William L. Brian, Future Science Research Publishing Co, P.O. Box 06392, Portland Oregon 97206-0020. | ehemaliger NASA-Ingenieur William l. Brian II |
Fernleihe
Bibliothek Freiburg im Breisgau, Bücherliste |
| 1983 | The Cellular Cosmogony (The Earth a Concave Sphere), unglücklicherweise hat dieses Buch denselben Titel wie oben und ist erstmalig 1922 erschienen | Cyrus Reed Teed | The Koreshan Unitiy, Inc. Estero, Lee County, Florida, A.K. 143 |
| 1983 |
Physik,
Theorie, Experiment, Geschichte Didaktik,
Festschrift für Prof. Dr. phil. nat. Wilfried Kuhn, Direktor des Insituts für Didaktik für Physik der Justus- Liebig- Universität Gießen zum 60. Geburtstag am 6. Mai 1983, Seite 241 bis 258: Die Hohlwelttheorie, wissenschaftliche Abhandlung, mathematische Transformierbarkeit der Hohlwelt, ... |
Prof.
Roman U. Sexl
Herausgegeben von Arthur Scharmann und Herbert Schramm, Aulis Verlag Deubner Co KG Köln |
Fernleihe |
| 1997 | Zeitenwende-Weltenwende | Fritz Tauscher | Bücherliste |
| 1998 |
Braucht
die Menschheit ein neues Weltbild
Buch über die Innenwelt |
Walter
K. Wavruska
Broschur, 344S., 15 Abb., 39.-DM |
Bücherliste |
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16.7. 2003 |
Am Mittwoch 16.7.2003 führten Rolf Keppler, Wilhelm Martin und Helmut Diehl an der Kochertalbrücke Vorversuche durch. | Lotversuche | |
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8.8. 2003 |
Am Donnerstag 8.8.2003 wurde das Brückengeländer der Kochertalbrücke von Prof. Böttinger, seinem Mitarbeiter und Rolf Keppler inspiziert. Es stellte sich heraus, dass die Versatzteile nicht am Sicherheitszaun, sondern unterm Brückengeländer hindurch auf dem Fußgängerweg befestigt werden kann. An diesen Versatzteilen befinden sich die "corner cubes", die dem Anvisieren dienen. Prof. Böttinger lässt an seiner Fachhochschule in Stuttgart die Versatzteile anfertigen. Unter Leitung von Prof. Böttinger wird die Messung an der Kochertalbrücke durchgeführt. | ||
Aus Jahrtausendprojekt Mars, Jesco v. Puttkamer, 1996, Seite 47:
Selbst Luther zog gegen
ihn (Kopernikus) vom Leder, auf die ihm übersetzte Bibel pochend (Josua
10, 12 - 13): "Der Narr will die ganze Kunst Astronomia
umkehren. Aber die Heilige Schrift sagt uns, dass Josua die Sonne
stillstehen ließ und nicht die Erde."
Folglich musste
es die erstere sein, die sich normalerweise bewegte. Im Jahr 1616 verbot
die römische Kirche schließlich alle Schriften über die
Bewegung der Erde mit einem Dekret, in dem es hieß:
"Die
Behauptung, die Sonne stehe unbeweglich im Mittelpunkt der Welt ist töricht,
philosophisch falsch und, weil ausdrücklich der Heiligen Schrift zuwider,
förmlich ketzerisch."
Über 200 Jahre lang,
bis 1835, blieb das Werk des Kopernikus danach auf dem Index librorum
prohibitorum, der Liste der verbotenen Bücher.
Seite 56: Am 21. November
stirbt Tycho Brahe plötzlich, und Kepler tritt seine Nachfolge an.
Tychos Werk enthielt
nicht nur tabulierte Beobachtungen, sondern auch ein eigenes Weltbild,
mit dem er sich größtenteils gegen das von Kopernikus aufgestellt
System stellte
("Die
Erde ist faul und träge und für eine Bewegung gänzlich ungeeignet") und
zwar deshalb, weil die Entfernungen der Fixsterne, die dieses System zu
seiner Richtigkeit verlangte, für Tychos Zeit einfach unfassbar
groß waren.
In diesem Buch über
den
Mars gibt es keinen Hinweis dafür, dass der Durchmesser des Planeten
Mars von einer Marssonde vermessen worden wäre. Die Marswissenschaftler
gehen immer noch davon aus, dass Lichtstrahlen gerade sind und es
ausreicht, wenn man den Mars von der Erde aus mit Hilfe von gerade angenommenen
Lichtstrahlen vermisst. Eine Untersuchung der Abnahme der Lichtgeschwindigkeit
im Weltraum existiert ebenfalls nicht.
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Wie die Vorstellung vom Erd-Innenwelt Kosmos nach Deutschland kam, darüber
berichtete
von Johannes Lang. Erste Information erhielt
Johannes Lang von Peter Bender aus Worms und mit diesem zusammen besuchte er Karl Neupert zwischen 1925-28 in Augsburg. Beide wollten genau wissen,
woher Neupert sein Wissen hatte.. Er gab an, dass er alles aus US-Zeitungen über die Messung in den
USA und den Cellular Cosmos erfahren hatte und maches seine Entdeckung
sei. Erst in den dreißiger Jahren, als Lang seine Propaganda für
den zellularen Kosmos, den er nun auf Vorschlag seiner Frau "Hohlwelt" nannte,
mehr aus den USA
erfuhr . Einer seiner Leser teilte ihm mit, was in Florida ab 1890
alles bezüglich des neuen Weltbildes einschließlich der erfolgreich
durchgeführten Messung durch Dr. Teed und Prof. U. G. Morrow geschehen
war und besorgte Lang das Buch von Teed und Morrow "The Cellular Cosmogony",
das man heute noch in den USA kaufen kann.
< http://www.weltbildfrage.de > gelesen werden können, um Anregungen vor einem Druck aufnehmen zu können. In den USA, von den Nachfolgern jener Gruppe, die die Messung an der Erdoberfläche durchführten, wird in Estero/Fort Myers Fla. eine private Universität errichtet. Sie führt den Namen "Colleges of Life", die den Innenwelt- Kosmos im Lehrplan haben soll. Drei etwa im Durchmesser ein Meter große Modelle des Innenwelt-Kosmos wurden seit 1965 schon gebaut, eines befindet sich hier bei mir zur Besichtigung, zwei davon sind in den USA, eines von diesen ist im Museum der Corperation "Colleges of Life" in Estero Fla.
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